Komplexität
reduzieren,
Menschen in
den Mittelpunkt
stellen.

Wie auch komplexe IT-Projekte mit den richtigen
Methoden einfach zu steuern sind.

Führen ohne Macht: Der Mitarbeiter als Partner

Wissen und Erfahrung werden immer mehr zum entscheidenden Produktionsmittel. Im Gegensatz zu den materiellen Betriebsmitteln, die während der Industrialisierung bestimmend waren, sind Wissen und Erfahrung untrennbar an die Menschen geknüpft. Unzähligen Versuchen und Versprechen des Wissenmanagements zum Trotz: Wissen entsteht erst im Kopf der Menschen—alles andere sind bestenfalls Informationen. Mit dem entscheidenden Produktionsmittel in den Händen—oder besser: in den Köpfen—der Mitarbeiter, verkehren sich die Machtverhältnisse zwischen der Organisation und dem Mitarbeiter.

Knowledge workers provide “capital” just as much as do those who provide money. The two are dependent on each other. This makes the knowledge worker an equal — an associate or a partner.
Peter F. Drucker

Die klassische Verteilung von Macht zwischen Chef und Mitarbeiter entbehrt zunehmend der Legitimation. Und selbst diese formale Macht des Angestelltenverhältnisses schwindet im selben Maße in dem Mitarbeiter lieber freiberuflich arbeiten wollen und dies heutzutage auch können. Oft sind die formalen Machtverhältnisse für das Tagesgeschäft ohnehin nicht mehr relevant aufgrund von Matrixorganisation und Projektgeschäft.

Was folgt daraus für die Führung von Wissensarbeitern? Erstens, Führen mit formaler Macht funktioniert schlechter denn je. Die Mitarbeiter sind als Partner anzusehen und müssen auch so behandelt werden. Zweitens, die Bindung zum eigenen Fachgebiet ersetzt die Bindung zur Organisation. Drittens, Mitarbeiter wollen ihr Wissen anwenden und ihre Erfahrung vergrößern, denn darüber definieren sie sich und damit erhalten und steigern sie den Wert ihrer Produktionsmittel.

Sinn stiften: "Wer ein WARUM zum Leben hat, erträgt fast jedes WIE"

Führung bedeutet zu einem großen Teil Sinnstiftung und Vertrauen, dass die Menschen gemäß dem erkannten Sinn handeln. Die Motivation von Menschen ist entscheidend von Sinnhaftigkeit der Aufgaben und Ziele getragen. Je besser jemand das WARUM verstanden und zu seinem WARUM gemacht hat, desto motivierter wird er das WIE gestalten und, wenn es sein muss, auch ertragen. Das erkannte schon Friedrich Nietzsche, von dem das Zitat im Titel stammt. Viktor Frankl begründete darauf die Logotherapie. Nur im Kontext von Führung wird dieses Wissen zu oft ignoriert.

Im Gegensatz zum Tier sagt dem Menschen kein Instinkt, was er muß, und im Gegensatz zum Menschen in früheren Zeiten sagt ihm keine Tradition mehr, was er soll, und nun scheint er nicht mehr recht zu wissen, was er eigentlich will.
Viktor Frankl

Menschen verlangen nach Sinn; sie wollen einen sinnvollen Beitrag leisten. Und sie werden nach diesem Sinn suchen, innerhalb oder ausserhalb ihrer Organisation oder ihres Projekts.

Konzentration auf Wesentliches: Projektmanagement-Essentials

Was ist Aufgabe eines Projektmanagers? Mit schweren Books of Knowledge auf der einen Seite und Scrum & Co. auf der anderen, lohnt sich als Orientierungshilfe die Rückbesinnung auf die Grundlagen des Managements. Peter F. Drucker reduziert Management auf die folgenden drei Aufgaben.

  1. Aufgabe und Mission der Organisation durchdenken und definieren
  2. Arbeit produktiv einsetzen und Menschen erfolgreich machen
  3. Auswirkungen auf das soziale Umfeld managen

Unsere Erfahrung zeigt, dass sich ein guter Projektmanager in erster Linie durch seine Führungsqualität auszeichnet. In diesem Sinne, verstehen wir die obigen drei Aufgaben als die Leitlinien für moderne Projektführung jenseits von aktuellen Moden. Führung lässt sich nur bedingt lernen, wohl aber mit einem erfahrenen Coach und Mentor üben und verbessern.

Das Management ist die schöpferischte aller Künste. Es ist die Kunst, Talente richtig einzusetzen!
Robert S. McNamara